In der ersten Hälfte dieses Jahres organisierten und besuchten Tierärzte und ihre Kollegen, Tierhalter und Unterstützer groß angelegte Demonstrationen in allen größeren Städten Spaniens, um Änderungen der im Januar eingeführten neuen Gesetze und eine Rückkehr zum früheren Veterinärsystem zu fordern, bei dem Behandlung und Medikamente auf den Empfehlungen, der Ausbildung und Erfahrung der Tierärzte basierten.
Die den Tierärzten seit Einführung der neuen Gesetze auferlegten Beschränkungen bestehen in der Beschränkung und Verwendung von Antibiotika und anderen Medikamenten für Tiere sowie im Verbot der Verwendung aller für den menschlichen Gebrauch klassifizierten Arzneimittel, obwohl der Preis für ausschließlich tierärztliche Arzneimittel viel höher ist als für die in Apotheken erhältlichen, weiter verbreiteten, für den menschlichen Gebrauch klassifizierten Arzneimittel, die zuvor für Kunden für ihre Haustiere erhältlich waren.
Ein Paradebeispiel für dieses Dilemma ist ein Medikament namens Alopurinol, das zur Behandlung der tödlichen Hundekrankheit Leishmaniose eingesetzt wird. Diese ist bei Menschen selten, bei Hunden jedoch häufig und eine der häufigsten Todesursachen bei Hunden in den Mittelmeerländern.
Allerdings ist Alopurinol für die Anwendung beim Menschen und nicht bei Hunden zugelassen, sodass Tierärzte es Hunden derzeit nicht verschreiben dürfen, sondern nur noch Medikamente der Veterinärklasse, die bis zu 20-mal teurer sind.
Seit Januar gelten für Tierärzte weitere Einschränkungen hinsichtlich der Verwendung von Serum (Kochsalzlösung). Die Verschreibung von Medikamenten muss in Übereinstimmung mit den veralteten Beipackzetteln erfolgen, die den Medikamenten beiliegen. Manche Medikamente wurden trotz neuerer wissenschaftlicher Studien bis zu 15 Jahre lang nicht aktualisiert. Die Verabreichung eines Medikaments aus dem eigenen Vorrat des Tierarztes war nur für den Tag der Konsultation gestattet. Für die Behandlung an den darauffolgenden Tagen musste ein Rezept vorgelegt und eine volle Packung des Medikaments in einer Apotheke gekauft werden, auch wenn ein Haustier möglicherweise nur 2/3 Tabletten für die vollständige Behandlung benötigt!
Glücklicherweise und als direkte Folge der weitverbreiteten Proteste und Demonstrationen wurde diese spezielle Regelung in den letzten Tagen vom Gesetzgeber wieder aufgehoben, sodass Tierärzte nun eine vollständige Behandlung mit Medikamenten aus ihrem Bestand anbieten können, ohne dass ihre Kunden eine ganze Packung in einer Apotheke kaufen müssen.
Klicken Sie auf den QR-Code, um zur Online-Petition für Haustiere und Tierärzte zu gelangen. Fast 215,000 Menschen haben bereits unterschrieben. Das wichtigste Ziel sind 500,000 Unterschriften, um eine vollständige Rücknahme aller verhängten restriktiven Gesetze zu erreichen.
Pets In Spain ist eine etablierte Tierschutzorganisation in Spanien. Spenden für verschiedene Tierrettungs- und Tierschutzkampagnen sind willkommen.
Bitte besuchen Sie auch die Spendenseite auf der Website hier: www.petsinspain.com












