SC Torrevieja CF 4–3 CDF Jávea
Torry Tore: Paco (51), Pucho (61 Elfmeter), Ernesto (67, 90)
BERICHT VON CHRIS PEACH
Am zehnten Spieltag traf im Nelson-Mandela-Stadion der Tabellendritte SC Torrevieja auf den Siebten CDF Jávea. Die Gastgeber wollten ihre makellose Heimbilanz wahren. Trainer Piquero musste einige Änderungen vornehmen und griff auf die Jugendmannschaften zurück, um seinen Kader zu vervollständigen. Den gesperrten Matías ersetzte er durch Bueno, Ismail und Caleb in der Offensive.
Leider begann der Abend für Torry jedoch denkbar schlecht. Bereits nach neun Minuten nutzte Jávea die hochstehende Abwehrreihe aus, startete einen Konter über die rechte Seite und lupfte den Ball gekonnt über den herauseilenden Pizzaro zum 0:1.
Torrevieja antwortete daraufhin entschlossen. Calebs flache Hereingabe segelte nur Zentimeter am grätschenden Ismail vorbei, und Loels Kopfball nach einer Ecke zwang den Gästetorwart zu einer einfachen Parade. Doch Jávea war eiskalt. In der 17. Minute drehte sich ihr Stürmer am Strafraumrand blitzschnell und zirkelte den Ball unhaltbar ins obere Eck – 0:2.
Caleb hätte den Rückstand verkürzen können, als er nach einem Abpraller durchbrach, doch der Torwart parierte stark. Kurz darauf nahm Piquero einen taktischen Wechsel vor und brachte Ernesto für Manresa, um die Offensive zu verstärken. Der Wechsel brachte Torry zwar in Schwung – Ismail köpfte einen hohen Ball mutig aufs Tor –, doch der Torwart hielt erneut stand.
Beim Halbzeitstand von SC Torrevieja 0:2 CDF Jávea hatten die Gäste brutal effizient agiert und ihre einzigen klaren Torchancen genutzt, während es dem Druck von Torry an der nötigen Durchschlagskraft fehlte.
Nach dem Wiederanpfiff entstand sofort Gefahr, da Torry unaufmerksam war und Paco in letzter Sekunde einen wichtigen Block setzte, um ein drittes Tor für Jávea zu verhindern. Torrevieja erspielte sich anschließend zwei hochkarätige Chancen: Ernestos Schuss aus kurzer Distanz wurde pariert, und kurz darauf schoss Ismail aus nur fünf Metern über das Tor.
Der Durchbruch gelang schließlich in der 51. Minute. Ismail erzwang mit einem wuchtigen Kopfball eine Ecke, und aus dem anschließenden Getümmel fiel der Ball Innenverteidiger Paco vor die Füße, der ihn zum 1:2-Endstand ins Tor beförderte und damit die Aufholjagd einleitete.
Zehn Minuten später gelang Torry der Ausgleich. Caleb dribbelte in den Strafraum, wurde dort aber gefoult, was dem Schiedsrichter eine klare Elfmeterentscheidung ermöglichte. Pucho trat an und versenkte den Ball souverän im rechten oberen Eck: 2:2.
Die Wende war in der 67. Minute perfekt. Ein weiterer Standard der Torry-Mannschaft sorgte für Chaos, und obwohl ein Verteidiger versuchte, Ernestos Schuss von der Linie zu klären, war der Ball bereits im Tor – 3:2 und das Stadion tobte.
Jávea hätte beinahe kurz vor Schluss die Feierlichkeiten verdorben, als eine Flanke an den zweiten Pfosten ihrem Stürmer aus zwei Metern Entfernung freie Bahn zum Tor bot, doch irgendwie schoss er den Ball über das Tor – eine enorme Erleichterung für Torry.
Und die Gastgeber nutzten die Chance eiskalt aus. In der 90. Minute kombinierten die eingewechselten Miguel Ángel und Ernesto zu einem schnellen Konter, und Ernesto zirkelte den Ball vom Strafraumrand mit einem herrlichen Schuss ins Tor zum 4:2, was die Partie scheinbar entschied.
Jávea gelang in der Nachspielzeit zwar noch ein Ehrentreffer per Bogenkopfball aus zwölf Metern, doch dies sollte der Schlusspunkt eines spannenden Abends bleiben.
Vollzeit: SC Torrevieja CF 4–3 CDF Jávea
Ein sensationelles Comeback und ein deutlicher Sieg für Torrevieja. Piqueros mutige Umstellungen veränderten das Spiel, und durch den Sieg rückt Torry bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Alicante heran, der am Sonntag einen souveränen Heimsieg gegen Eldense einfuhr.
Ein grandioser Sieg im Titelrennen – und eine unvergessliche Nacht im Nelson Mandela Stadion.












