Giftmüllbetrug in Murcia aufgedeckt: Firma wegen vorgetäuschter Asbestentsorgung angeklagt

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Laut Ermittlern warb das Unternehmen mit Asbestsanierungsdiensten ohne die erforderlichen Genehmigungen oder gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitspläne. Anschließend führten sie die Arbeiten durch, ohne Sicherheitsvorschriften einzuhalten oder ordnungsgemäße Risikobewertungen vorzunehmen.
Laut Ermittlern warb das Unternehmen mit Asbestsanierungsdiensten ohne die erforderlichen Genehmigungen oder gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitspläne. Anschließend führten sie die Arbeiten durch, ohne Sicherheitsvorschriften einzuhalten oder ordnungsgemäße Risikobewertungen vorzunehmen.

Die Guardia Civil in Murcia hat einen schockierenden Betrug mit Giftmüll aufgedeckt, nachdem ein Unternehmen angeblich vorgab, gefährliche Asbestmaterialien sicher zu entsorgen – diese aber tatsächlich nie an autorisierte Recyclingzentren übergeben hat.

Die Ermittler sagen, dass die Firma mit Sitz in Madrid asbesthaltige Faserzementplatten von Baustellen entfernt, den vollen Preis für die „sichere Entsorgung“ verlangt und dann Dokumente von Recyclinganlagen gefälscht habe, um den Anschein zu erwecken, als sei der gefährliche Abfall ordnungsgemäß entsorgt worden.

Der Betrug flog erst auf, als ein Bauunternehmen aus Murcia Verdacht schöpfte. Nachdem die Firma die Asbestsanierung bezahlt hatte, verlangte sie die üblichen Unterlagen, die die ordnungsgemäße Entsorgung des Schadstoffs belegten. Stattdessen erhielt sie ein so zweifelhaftes Zertifikat, dass es eine offizielle Beschwerde nach sich zog.

SEPRONA – der Umweltzweig der Guardia Civil – wurde ins Leben gerufen. Operation Umweltsünder Im Laufe des Sommers stellten die Beamten schnell fest, dass das vermeintliche Recyclingzentrum die gefährlichen Abfälle nie erhalten hatte und dass die Entsorgungsbescheinigung komplett gefälscht war.

Noch schlimmer: Die Ermittler stellten fest, dass… zwei weitere Fälle Da in allen drei Fällen dasselbe Entsorgungsunternehmen involviert war, liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem mutmaßlichen Betrug nicht um einen Einzelfall, sondern um ein systematisches Vorgehen handelte. Laut Polizeiangaben führte das Unternehmen in allen drei Fällen die Entsorgung durch, steckte das Geld ein, stellte gefälschte Dokumente aus und verschwand anschließend spurlos. Die Baufirmen konnten die obligatorischen kommunalen Kautionen nicht zurückerhalten und blieben auf den rechtlichen Folgen sitzen.

Laut Ermittlern warb das Unternehmen mit Asbestsanierungsdiensten ohne die erforderlichen Genehmigungen oder gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitspläne. Anschließend führten sie die Arbeiten durch, ohne Sicherheitsvorschriften einzuhalten oder ordnungsgemäße Risikobewertungen vorzunehmen.

Der Geschäftsführer des Unternehmens wurde nun formell untersucht und sieht sich möglichen Anklagen gegenüber. Betrug, Urkundenfälschung und UmweltkriminalitätQuellen der Guardia Civil warnen davor, dass der unsachgemäße Umgang mit Giftmüll nicht nur die öffentliche Gesundheit gefährdet, sondern auch den betroffenen Unternehmen ernsthaften Reputations- und Finanzschaden zufügt.

Die Beamten von SEPRONA geben an, dass die Ermittlungen noch andauern, da sie daran arbeiten, das gesamte Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs mit giftigen Abfällen aufzudecken und alle strafrechtlichen und verwaltungsrechtlichen Verantwortlichkeiten zu ermitteln.