TORREVIEJA – Ein ganz normaler Nachmittag verwandelte sich in einen Albtraum, als ein 16-jähriger Junge am Mittwoch in der Nähe eines KFC an der Avenida de las Cortes Valencianas von einem 17-Jährigen zweimal mit einem Messer angegriffen wurde.
Der Angreifer stach einmal in die Brust und einmal in den Arm – so heftig, dass die Messerklinge abbrach und im Arm des Opfers stecken blieb. Eine Notoperation im Universitätsklinikum Torrevieja war nötig, um sie zu entfernen. Glücklicherweise geben die Ärzte Entwarnung: Der Junge ist außer Lebensgefahr.
Die Polizei nahm den 17-Jährigen, der ebenfalls Schüler der IES Las Lagunas ist, nur wenige Meter vom Tatort entfernt fest. Am Donnerstag wurde der Verdächtige der Jugendstaatsanwaltschaft in Alicante vorgeführt. Aufgrund der Schwere des Angriffs beantragten die Beamten seine Unterbringung in einer geschlossenen Jugendstrafanstalt.
Laut den Behörden gibt es keine Hinweise auf Mobbing oder Bandenzugehörigkeit; offenbar ging der Angriff von einer persönlichen Auseinandersetzung aus.
Die Stadtverwaltung geht auf Nummer sicher. Bildungsstadtrat Ricardo Recuero hob ein kürzlich stattgefundenes hochrangiges Treffen im IES Las Lagunas hervor, bei dem Schulleiter, über 40 Schulberater und der Leiter der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses zusammenkamen, um Jugendkonflikte anzugehen und die Sicherheit und das Wohlbefinden an den Schulen zu verbessern.
Die Anwohner sind erschüttert und fragen sich, wie ein Streit unter Teenagern zu einer brutalen Messerstecherei am helllichten Tag eskalieren konnte – und ob weitere Maßnahmen zum Schutz der Schüler vor Ort erforderlich sind.












