- Auf dem Gelände fanden die Beamten 12 Pkw und 2 Lieferwagen sowie Werkzeuge, demontierte Teile, Ersatzteile und große Mengen an unkontrolliertem Sondermüll vor.
- Der Betreiber – ein Wiederholungstäter – wurde bereits mehrfach wegen Verstößen gegen Umwelt-, Industrie- und Abfallwirtschaftsvorschriften angezeigt.
- Die Guardia Civil warnt davor, dass diese illegalen Aktivitäten sowohl eine Gefahr für die Umwelt als auch für die Sicherheit von Fahrzeugen und deren Insassen darstellen.
Dezember 3, 2025. Die Guardia Civil hat in Torrevieja eine illegale Autowerkstatt ausgehoben, die ohne die erforderliche Genehmigung betrieben wurde und möglicherweise in der Nähe eines Naturschutzgebietes Umweltschäden verursachte. Die Operation begann, nachdem verdächtige Aktivitäten durch Drohnenüberwachung festgestellt worden waren.
Die Ermittlungen begannen im Oktober auf einem Grundstück innerhalb einer Wohnsiedlung in der Gemeinde. Nach mehreren Drohnenbeobachtungen durch die Bürgersicherheitseinheit (USECIC) von Torrevieja leitete die Finanz- und Grenzpolizei (PAFITE) die Informationen an den Naturschutzdienst (SEPRONA) in Guardamar weiter, der den Fall übernahm.
In der ersten Phase inspizierten die Beamten das Gelände, auf dem die illegalen Aktivitäten mutmaßlich stattfanden, und ermittelten den Verantwortlichen, der das Grundstück gemietet hatte. Dort fanden sie zwölf Pkw und zwei Lieferwagen verschiedener – zumeist ausländischer – Besitzer sowie Werkbänke mit demontierten Teilen, Werkzeugen und Behältern mit Altöl. In einem der Lieferwagen befanden sich neue Ersatzteile, darunter Filter, eine Lichtmaschine und weitere Komponenten, die zur Montage bereitlagen.
Bei der Inspektion bestätigten die Beamten mehrere Ordnungswidrigkeiten, darunter:
- Fehlende Genehmigungen und Lizenzen für den Betrieb einer mechanischen Werkstatt.
- Mängel in der industriellen Sicherheit und das Fehlen notwendiger Präventions- und Schutzmaßnahmen.
- Unregelmäßiger Umgang mit giftigen und gefährlichen Abfällen, wie z. B. Altölen, Filtern und anderen kontaminierten Bauteilen.
- Unsachgemäße Behandlung, Lagerung und Übergabe von Abfällen an autorisierte Abfallentsorgungsunternehmen.
Da diese Abfälle als giftig und gefährlich eingestuft werden – wie beispielsweise Altöle, die Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Zink und Chrom enthalten –, haben die Ermittler eine mögliche strafrechtliche Haftung aufgrund des Risikos, das von der Entsorgung oder dem Ablagern in der Nähe eines Naturschutzgebietes ausgeht, nicht ausgeschlossen.
Die Beamten bestätigten außerdem, dass die gleiche Anlage bereits am 5. März 2024 wegen ähnlicher Verstöße gemeldet worden war, was die rechtliche Situation des Betreibers aufgrund möglicher Wiederholungstaten verschärfen könnte.
Gegen den 47-jährigen Anwohner wurden wegen aller festgestellten Verstöße disziplinarische Maßnahmen vorgeschlagen. Der Fall wurde den zuständigen Gemeinde- und Regionalbehörden zur weiteren Bearbeitung übergeben. Angesichts der Schwere und Wiederholung der Verstöße haben die Beamten zudem die Schließung und Versiegelung der Räumlichkeiten beantragt.
Mit dieser Aktion bekräftigt die Guardia Civil ihr Engagement für den Schutz der Natur, die Gewährleistung der Umweltsicherheit und die Bekämpfung illegaler Aktivitäten, die eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt darstellen können. Die Bürger werden daran erinnert, dass die Nutzung nicht lizenzierter Werkstätten nicht nur keine Reparaturgarantie bietet, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken für Fahrzeuge und deren Insassen birgt.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Kommunikationsbüro der Guardia Civil Alicante unter der Telefonnummer 96 514 56 60, Durchwahl 0610012.












