Spanien einig in der Maskenpflicht: Neuer Plan für Atemwegsviren im Winter verabschiedet

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Das spanische Gesundheitsministerium und die Regionalregierungen haben sich auf einen gemeinsamen Plan zur Bekämpfung von Atemwegsinfektionen im Winter – einschließlich Grippe, RSV und Coronavirus – geeinigt, nachdem die Versuche im letzten Jahr gescheitert waren.
Das spanische Gesundheitsministerium und die Regionalregierungen haben sich auf einen gemeinsamen Plan zur Bekämpfung von Atemwegsinfektionen im Winter – einschließlich Grippe, RSV und Coronavirus – geeinigt, nachdem die Versuche im letzten Jahr gescheitert waren.

Das spanische Gesundheitsministerium und die Regionalregierungen haben sich nach dem Scheitern der letztjährigen Versuche auf einen gemeinsamen Plan zur Bekämpfung winterlicher Atemwegsinfektionen – darunter Grippe, RSV und Coronavirus – geeinigt. Der von der Kommission für öffentliche Gesundheit finalisierte Plan konzentriert sich auf die Überwachung der Virusausbreitung, den Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen und die Förderung präventiver Maßnahmen.

Wichtige Maßnahmen:

  • Personen mit grippeähnlichen Symptomen wird empfohlen, Masken zu tragen und soziale Kontakte einzuschränken, insbesondere in der Nähe von gefährdeten Personen.
  • Telearbeit wird bei leichten Fällen empfohlen, in denen keine Krankschreibung erforderlich ist.
  • Das Tragen von Masken ist in Krankenhäusern während Epidemiephasen Pflicht, insbesondere auf Hochrisikostationen wie Transplantations- und Chemotherapiestationen. Mitarbeiter in Pflegeheimen und Betreuungseinrichtungen sollten bei Symptomen ebenfalls Masken tragen.
  • In Hochrisikoszenarien kann die Maskenpflicht auf alle Gesundheitseinrichtungen ausgeweitet werden, mit zusätzlichen Einschränkungen für Besuche in Pflegeheimen.

Überwachungs- und Risikostufen:
Der Plan definiert vier Szenarien basierend auf der Virusverbreitung und den Auswirkungen auf das Gesundheitssystem: zwischen Epidemien, niedriges/mittleres, hohes und sehr hohes Risiko. Die regionalen Behörden legen Schwellenwerte fest und passen die Maßnahmen in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und dem Carlos-III-Gesundheitsinstitut an. Zu den berücksichtigten Faktoren gehören die Krankenhausbelegung, die Nutzung von Intensivstationen und die Konsultationen aufgrund akuter Atemwegsinfektionen.

Momentane Situation:
Spanien befindet sich bereits in einer Phase mit niedriger bis mittlerer Grippewelle. Die Grippefälle steigen aufgrund eines mutierten H3N2-Stammes, der die Immunität der Bevölkerung und die Wirksamkeit des Impfstoffs verringert hat, früher als üblich an. Der Höhepunkt wird voraussichtlich Ende Dezember erreicht, früher als der typische Höhepunkt Ende Januar.

Impfkampagnen:
Die Behörden rufen dringend zur Impfung auf, insbesondere für Menschen über 60, Schwangere, Kinder unter fünf Jahren, bestimmte Patientengruppen und medizinisches Personal. Einige Regionen haben bereits Impfprogramme vorgezogen, um einem frühen Ausbruch entgegenzuwirken. Impfstoffe sind weiterhin wirksam, um schwere Krankheitsverläufe, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle zu verhindern.

Empfehlungen für Valencia und Murcia

Die Gesundheitsbehörden der Region Valencia und der Region Murcia haben empfohlen, in Gesundheitszentren und Krankenhäusern Masken zu tragen, insbesondere für Personen mit Atemwegssymptomen oder Angehörige von Risikogruppen.

Die Empfehlung ist derzeit noch nicht bindend, aber die Behörden geben an, dass sie bei weiter steigender Fallzahl eine Maskenpflicht in medizinischen Einrichtungen in Erwägung ziehen werden.