Der schockierende Mord an dem russischen Hubschrauberpiloten Maxim Kusminow, der 2023 bekanntlich in die Ukraine überlief, wurde von den Gerichten ohne Identifizierung von Verdächtigen abgeschlossen.
Der 28-jährige Kuzminov erlangte internationale Bekanntheit, nachdem er einen MI-8-Hubschrauber der russischen Armee gestohlen und ihn über die Frontlinien nach Charkiw geflogen hatte. So lieferte er der Ukraine sowohl den Hubschrauber als auch militärische Geheimdienstinformationen. Kurz darauf nahm er eine neue Identität an und ließ sich in La Vila Joiosa nieder, einer spanischen Stadt mit einer großen russischen Gemeinde.
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Am 13. Februar 2024 wurde Kuzminov mit acht Schusswunden in einer Tiefgarage gefunden. Seine Mörder inszenierten eine ausgeklügelte Vertuschung, indem sie sein Auto 16 km entfernt in einem abgelegenen Gebiet von El Campello in Brand setzten – offenbar Profis mit akribischer Planung. Schon lange besteht der Verdacht, dass der Kreml den Mord in Auftrag gegeben haben könnte.
Trotz monatelanger Ermittlungen der Mordkommission der Guardia Civil hat der Richter das Verfahren nun vorläufig eingestellt, da es an Beweisen zur Identifizierung der Täter mangelt. Damit bleibt das schockierende Attentat offiziell unaufgeklärt – die Ermittler können die Ermittlungen jedoch wieder aufnehmen, sollten neue Beweise auftauchen.
Der Fall bleibt eine erschreckende Mahnung an die tödliche Reichweite internationaler Spionage und die ungelösten Folgen von Überläufern in Kriegszeiten.












