Die von der Guardia Civil in San Javier durchgeführte Operation „Corcón“ führte zur Zerschlagung einer organisierten kriminellen Vereinigung, die sich dem großflächigen Anbau von Marihuana widmete. Acht Personen, darunter zwei Minderjährige, wurden wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, des Drogenanbaus und -handels sowie des Strombetrugs festgenommen oder angeklagt.

Die Ermittlungen verliefen in zwei Phasen und gipfelten in sechs koordinierten Objektdurchsuchungen, bei denen die Beamten vier Indoor-Marihuana-Plantagen demontierten und fast tausend Pflanzen, mehr als 30 Kilogramm Marihuana-Blüten und ein Kilogramm Haschisch beschlagnahmten.

Die Operation begann Anfang des Jahres, als die Guardia Civil Hinweise darauf erhielt, dass die illegale Marihuana-Produktion in San Javier zunahm.

Erste Ermittlungen führten die Beamten zu einem ländlichen Anwesen, das im Verdacht stand, eine Indoor-Plantage zu beherbergen. Nachdem die Überwachung verdächtige Aktivitäten bestätigt hatte, durchsuchten die Beamten das Anwesen und entdeckten dabei über 300 ausgewachsene Marihuana-Pflanzen und 30 Kilogramm vorbereitete Blüten, die zum Verkauf bereitstanden.

Zwei Personen, die für den Betrieb dieser Anlage verantwortlich waren, wurden festgenommen, und die Ausrüstung der Plantage – Beleuchtung, Bewässerung, Belüftung und sonstige Infrastruktur – wurde beschlagnahmt.

Dieser erste Durchbruch lieferte Beweise für eine größere kriminelle Struktur, die mehrere Indoor-Anbauanlagen koordiniert betrieb. Die Ermittler fanden heraus, dass die Gruppe von einem Ehepaar angeführt wurde, das, obwohl es keiner bekannten legalen Beschäftigung nachging, fünf Immobilien in San Javier besaß und diese zusammen mit anderen, ihnen nicht gehörenden Häusern für den Betrieb illegaler Plantagen nutzte.

Tägliche Kontrollen der Grundstücke zeigten, dass die Pflanzen regelmäßig gepflegt wurden, während technische Inspektionen illegale Stromanschlüsse zur Stromversorgung der energieintensiven Anlagen bestätigten. Diese illegalen Anschlüsse verursachten erhebliche Stromverluste und hatten Brände in öffentlichen Elektrizitätsanlagen ausgelöst.

Mit diesen Informationen im Gepäck leitete die Guardia Civil die Auswertungsphase der Operation ein. Knapp fünfzig Beamte führten zeitgleich Razzien in sechs Objekten durch und nahmen acht Verdächtige, die mit dem kriminellen Netzwerk in Verbindung stehen, fest oder verhörten sie.

Die Recherchen ergaben vier voll funktionsfähige Gewächshäuser, fast tausend Pflanzen in fortgeschrittenen Wachstumsstadien und hochentwickelte Anlagen zur Optimierung der Marihuana-Produktion im großen Stil.

Darüber hinaus wurden mehr als 30 Kilogramm trocknende Marihuana-Blüten, die für den unmittelbaren Weiterverkauf bestimmt waren, sowie ein Kilogramm Haschisch beschlagnahmt.

Die Operation „Corcón“ hat eines der größten illegalen Cannabis-Produktionsnetzwerke der Region erfolgreich zerschlagen und damit das kontinuierliche Engagement der Guardia Civil bei der Aufdeckung und Bekämpfung des Drogenhandels in der Region unterstrichen.