Der Stadtrat von Orihuela wird den Bau eines zweiten Gesundheitszentrums an der Costa übernehmen, nachdem die Regionalregierung von Valencia die Zuständigkeit an ihn übertragen hat. Der Vorschlag wird in der nächsten Stadtratssitzung vorgestellt; die Finanzierung erfolgt durch die Generalitat Valenciana.
Die Sitzung, die üblicherweise am letzten Donnerstag im Monat stattfindet, wurde auf Dienstag, den 23. Dezember, vorverlegt. Der Vorschlag von Bürgermeister Pepe Vegara fand Unterstützung bei allen Parteien außer Ciudadanos. Diese argumentierte, dass die Sitzung gemäß der Geschäftsordnung aufgrund der Feiertage – in diesem Fall Weihnachten – auf den nächsten Werktag, Freitag, den 26. Dezember, verschoben werden müsse. Die Partei vermutete, dass die Regierungskoalition aus PP und Vox die Sitzung aus praktischen Gründen vorverlegen wollte.
Delegierte Kompetenzen
Die Entscheidung folgt auf die Wiedereinführung einer gesundheitssektorbezogenen Version des „Plan Edificant“ durch die Generalitat Anfang des Jahres. Mit einem neuen Dekret kann die Regionalregierung den Bau und die Erweiterung von Primärversorgungszentren an Gemeinden delegieren, die bestimmte Kriterien erfüllen, während die Generalitat die Kosten der Projekte trägt. Ziel ist es, die Infrastrukturverbesserungen zu beschleunigen und die Gesundheitsressourcen an den Bedarf in schnell wachsenden Gebieten wie Orihuela Costa, Burriana, Santa Pola, Torrent-El Vedat und Mislata anzupassen.
Der Erlass legt einen rechtlichen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen dem regionalen Gesundheitsamt und den Gemeinderäten fest und ermöglicht es jeder Gemeinde, entweder ein neues Zentrum zu bauen oder ein bestehendes zu erweitern.
Ein lang erwartetes Projekt
Der Bürgermeister von Orihuela setzt sich seit Langem für das Projekt ein. Obwohl es vom ehemaligen Regionalpräsidenten Carlos Mazón versprochen wurde, war es nicht in den ursprünglichen Haushaltsplänen enthalten. Stattdessen wurden 4 Millionen Euro für die Sanierung des bestehenden Gesundheitszentrums Aguamarina-La Regia-Cabo Roig bereitgestellt. Diese Einrichtung versorgt rund 30,000 Einwohner, die das ganze Jahr über dort leben – eine Zahl, die sich in der touristischen Hochsaison verdreifacht. Die veraltete Infrastruktur des Zentrums weist deutliche Abnutzungserscheinungen auf.
Die Bewohner warten seit fünf Jahren entweder auf die Erweiterung des bestehenden Zentrums oder auf den Bau einer zweiten Einrichtung, und viele unterstützen beide Optionen.
Lage und Pläne
Im November 2024 wies der Gemeinderat ein 12,000 Quadratmeter großes Grundstück in Villa Rosa im nördlichen Küstenabschnitt zwischen den Straßen Calle's Beduinos und J'Alhamed zu. Das Gelände liegt etwa sechs Kilometer vom derzeitigen Gesundheitszentrum entfernt, nahe der Gemeindegrenze von Torrevieja, und bietet ausreichend Platz für Parkplätze und ein fünfstöckiges Gebäude.
Nach der Genehmigung muss das Grundstück von einer Bildungs- zu einer Gesundheitsnutzung umgewidmet werden. Anschließend wird der Stadtrat die Projektplanung in Auftrag geben, diese genehmigen, die Bauarbeiten ausschreiben und die Bauunternehmen beauftragen – Schritte, die noch nicht begonnen haben.
Anlagenlayout und Dienstleistungen
Das geplante Zentrum wird Folgendes umfassen:
- Grundversorgung: Allgemeinmedizin (7 Ärzte), Krankenpflege (5 Sprechstunden), Kinderheilkunde (2 Ärzte), Hebammenwesen und Sozialarbeit.
- Leistungen für Patienten: Zentralisierte Terminvergabe, Informationsschalter, Verwaltungsbüros und barrierefreie Wartebereiche.
- Support-Einheiten: Zahnmedizin und Kinderzahnheilkunde, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rehabilitation und Radiologie (einschließlich digitaler Radiographie und Mammographie).
- Notdienste: Zwei Hausarztsprechstunden, eine Kinderarztsprechstunde, zwei Krankenpfleger/innen, eine/n Mitarbeiter/in für die lebenswichtige Unterstützung sowie Verwaltungs- und Unterstützungspersonal vor Ort.
Die Einrichtung ist darauf ausgelegt, den Gesundheitsbedarf einer wachsenden Bevölkerung zu decken und gleichzeitig nahegelegene Angebote wie das Gesundheitszentrum Acequión in Torrevieja zu ergänzen, das derzeit über 200,000 potenzielle Patienten in zehn Gemeinden versorgt.











