Chirurg in Alicante weist Vergewaltigungsvorwürfe gegen sedierte Patientin zurück

0
Der Chirurg beteuert, dass er zu keinem Zeitpunkt einen sexuellen Übergriff begangen habe und dass alle seine Handlungen während der Operation den medizinischen Standardverfahren entsprochen hätten.
Der Chirurg beteuert, dass er zu keinem Zeitpunkt einen sexuellen Übergriff begangen habe und dass alle seine Handlungen während der Operation den medizinischen Standardverfahren entsprochen hätten.

Der in Alicante wegen des mutmaßlichen sexuellen Übergriffs auf eine sedierte Patientin in einem Operationssaal in Cartagena festgenommene Chirurg hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und darauf bestanden, dass die Videoaufnahmen eine „irreführende Perspektive“ widerspiegelten.

Der Verdächtige, der weiterhin ohne Kaution in Untersuchungshaft sitzt, behauptet, der mutmaßliche Übergriff sei „unmöglich“, da die Patientin nach einer Fettabsaugung mehrere Lagen OP-Kleidung und ein Kompressionsmieder getragen habe, was seiner Meinung nach jeglichen körperlichen Kontakt sexueller Natur verhindert hätte.

Laut Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen bezweifelt der Chirurg die Interpretation eines Videos, das von zwei Krankenschwestern während des Eingriffs aufgenommen wurde. Er argumentiert, die Aufnahmen zeigten nicht das, was die Ermittler behaupten, und führt die wahrgenommenen Handlungen auf eine optische Täuschung zurück, die durch den Kamerawinkel – die Aufnahme sei, wie er es ausdrückt, „von hinten“ erfolgte.

Der Chirurg beteuert, dass er zu keinem Zeitpunkt einen sexuellen Übergriff begangen habe und dass alle seine Handlungen während der Operation den medizinischen Standardverfahren entsprochen hätten.

Die Ermittler werten weiterhin das Videomaterial aus und befragen die beiden Krankenschwestern, die den Eingriff beobachtet und im Krankenhaus Alarm geschlagen haben. Der Patient, der sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in Narkose befand, konnte keine direkte Aussage dazu machen.

Die nach der Anzeige angeforderten forensischen Gutachten werden noch ausgewertet. Das Krankenhaus, das dem Chirurgen seine Räumlichkeiten für den Eingriff zur Verfügung gestellt hatte, hat seine volle Kooperation mit den Ermittlungen zugesichert und erwägt Berichten zufolge, sich dem Verfahren als Geschädigter anzuschließen.

Der Fall wird weiterhin untersucht, während die Behörden daran arbeiten, die Ereignisse aufzuklären, die sich am 1. Dezember im Operationssaal ereignet haben.

Bildhöflichkeit Pexels