Die spanische Guardia Civil hat vor der Küste von Pilar de la Horadada mehr als 100 illegale Oktopus-Fangfallen entfernt. Bei der Aktion wurden zahlreiche Meerestiere freigelassen, und den Verantwortlichen drohen Geldstrafen von bis zu 60,000 Euro.

Insgesamt bargen Beamte des Seefahrtsdienstes der Guardia Civil in Alicante 109 illegal aufgestellte Fallen, die etwa zwei Seemeilen vor Torre de la Horadada, einem Küstenbezirk von Pilar de la Horadada, platziert worden waren.

Die Entdeckung wurde am 6. Dezember gemacht, als Offiziere an Bord des Patrouillenboots Adaja-Fluss Es wurde ein an einem Fischereigerät angebrachtes Signalboje entdeckt, das in der Seefahrtsterminologie gemeinhin als „Rooster“ bekannt ist. Die Boje wies nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichnungen ihres Eigentümers auf, was gegen geltende Vorschriften verstößt, und wurde zudem außerhalb der genehmigten Betriebszeiten verwendet.

Nachdem die Beamten diese Unregelmäßigkeiten festgestellt hatten, bargen sie die Fanggeräte und bestätigten, dass es sich um eine Reihe von mit Ködern versehenen Fallen für den Oktopusfang handelte. Die Bergungsaktion dauerte etwa drei Stunden.

Bei der Bergung der Fallen wurden darin mehrere Meeresarten gefunden, darunter Kraken, Muränen und Meeraale. Alle Exemplare wurden lebend ins Meer zurückgesetzt, wodurch die Auswirkungen auf die Meeresumwelt minimiert wurden.

Die Guardia Civil hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet, um die Herkunft der Fallen zu klären. Die Ermittler schließen nicht aus, die mutmaßlichen Verantwortlichen zu identifizieren, denen Verwaltungsstrafen von bis zu 60,000 Euro drohen.

Diese Operation ist Teil des Jahresplans zur umfassenden Kontrolle der Fischereiaktivitäten 2025, der von der Guardia Civil und dem Generalsekretariat für Fischerei unterzeichnet wurde und darauf abzielt, die Überwachung und Durchsetzung im Fischereisektor zu stärken.

Zu den Zielen des Plans gehören die Verhinderung des Betriebs illegaler oder nicht autorisierter Schiffe, die Aufdeckung nicht identifizierter, nicht konformer oder verbotener Fanggeräte sowie die Verhinderung des Fischens in Sperrgebieten oder auf geschützten Meeresböden.

Die Guardia Civil hat erneut bekräftigt, dass illegaler Oktopusfang mit solchen Geräten schwerwiegende Schäden verursacht, darunter die unkontrollierte Dezimierung der Bestände, die Schädigung mariner Ökosysteme, unlauterer Wettbewerb für gesetzestreue Fischer, Risiken für die Lebensmittelsicherheit und erhebliche Geldstrafen für die Täter. Letztendlich untergraben solche Praktiken die langfristige Nachhaltigkeit und schädigen die lokale Wirtschaft.