Das Fahren auf der Autobahn AP-7, die die südliche Provinz Alicante mit der Region Murcia verbindet, wird ab dem 1. Januar teurer, nachdem die Zentralregierung eine neue Mauterhöhung von 4.68 Prozent auf dem Abschnitt Alicante–Cartagena genehmigt hat.

Der Anstieg betrifft eine der wichtigsten Verkehrsadern im Südosten Spaniens, die täglich von Tausenden von Autofahrern für den Arbeitsweg, den Gütertransport und den Mittel- und Langstreckenverkehr zwischen den beiden Regionen genutzt wird.

Die Entscheidung wurde vom Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität im Rahmen seiner jährlichen Überprüfung der Mautgebühren auf staatlichen Autobahnen getroffen. Für 2026 werden die Mautgebühren im gesamten Netz je nach Konzession zwischen 3.64 und 4.68 Prozent angepasst. Die Strecke Alicante–Cartagena liegt am oberen Ende dieser Skala.

Laut Regierung spiegelt der Anstieg die Inflationsanpassungen am Verbraucherpreisindex (VPI) wider, verbunden mit dem schrittweisen Abbau von Subventionen, die in den letzten Jahren eingeführt wurden, um Autofahrer vor drastischen Mauterhöhungen zu schützen. Diese Subventionen wurden erstmals 2023 eingeführt und werden nun schrittweise abgeschafft.

Das Ministerium räumte ein, dass die Erhöhung ohne die Unterstützung der Öffentlichkeit deutlich höher ausgefallen wäre. Der Staat hat für 2026 15 Millionen Euro bereitgestellt, um die Mauterhöhungen auf den nationalen Autobahnen zu begrenzen. Ohne diesen Beitrag hätten Autofahrer auf der AP-7 zwischen Alicante und Cartagena eine Erhöhung von 5.86 Prozent zahlen müssen – fast 1.5 Prozentpunkte mehr als der endgültig genehmigte Satz.

Trotz dieser Maßnahmen dürfte der Anstieg spürbare wirtschaftliche Auswirkungen auf eine der verkehrsreichsten Mautstraßen der Region haben, die sowohl von Pkw als auch vom Schwerlastverkehr stark frequentiert wird.

Für Autofahrer in der Provinz Alicante gibt es jedoch eine gute Nachricht. Die Ringstraße AP-7 bei Alicante wird nach einer kürzlich vom Ministerrat genehmigten Vereinbarung dauerhaft mautfrei. Die Maßnahme soll die Verkehrsstaus in der Stadt verringern, den Nahverkehr erleichtern und die Kosten für Tausende von Fahrern senken, die die Ringstraße täglich nutzen.

Die Ausnahme gilt nicht für den Abschnitt Alicante–Cartagena der AP-7, der weiterhin mautpflichtig bleibt und ab Jahresbeginn die neuen Tarife gemäß der ministeriellen Verordnung zur Aktualisierung der Mautgebühren für 2026 anwendet.