Der nordirische Golfstar Rory McIlroy wurde Berichten zufolge nicht in die diesjährige Neujahrs-Ehrenliste aufgenommen. Es wird spekuliert, dass Steuerprobleme in Großbritannien eine Rolle gespielt haben könnten.
Der Golfer aus County Down hatte nach seiner Auszeichnung als BBC-Sportler des Jahres und seinem historischen Erfolg als erster Europäer, der einen Karriere-Grand-Slam bei den Major-Turnieren im Golf gewann, mit weiteren Auszeichnungen gerechnet. McIlroy gilt als erster Sportler des Jahres seit fast zehn Jahren, der im selben Jahr keine weitere Ehrung erhielt.
Da weder seine Vertreter noch die britische Steuerbehörde HMRC oder das für die Erstellung der Ehrenliste zuständige Kabinettsbüro für eine Stellungnahme erreichbar waren, bleiben die Details des Eingriffs unklar. Berichten zufolge könnte der Sachverhalt jedoch mit McIlroys früheren Investitionen in ein umstrittenes Projekt zusammenhängen, das vor über zehn Jahren von der HMRC untersucht wurde.
Im Jahr 2015 prüften die britischen Steuerbehörden Investitionen im Rahmen des Programms zur Sanierung von Geschäftsgebäuden (Business Premises Renovation Allowance), das bis zu 100 Prozent Steuererleichterung auf bestimmte Ausgaben bot. Hintergrund waren Bedenken, dass einige Investoren Steuern unrechtmäßig vermieden hatten. McIlroy gehörte zu den über 180 Personen, die an dem Programm teilnahmen, das die Revitalisierung von Stadtvierteln wie Liverpool, Birmingham und Sheffield zum Ziel hatte.
Das Programm selbst war legal, und McIlroy hat zuvor stets beteuert, mit seiner Teilnahme zufrieden gewesen zu sein und keine Steuern hinterzogen zu haben. Der Golfer wurde nach seinem ersten Major-Sieg im Jahr 2011 mit dem MBE ausgezeichnet.
Eine Quelle aus Whitehall zog Parallelen zu Sir David Beckham, dessen Ritterschlag sich um mehrere Jahre verzögerte, nachdem die Steuerbehörden Bedenken hinsichtlich seiner Beteiligung an einem ähnlichen Anlageprogramm geäußert hatten. Beckham erhielt seinen Ritterschlag schließlich im Rahmen der diesjährigen Geburtstagsauszeichnungen des Königs.












