Das Jahr 2026 steht vor der Tür und Expats in Spanien müssen sich auf ein weiteres Jahr steigender Kosten einstellen. Wohnen bleibt die größte Herausforderung. Die Mietpreise werden voraussichtlich um drei bis acht Prozent steigen, und die während der Nach-Pandemie-Zeit abgeschlossenen Mietverträge laufen aus, was die jährlichen Mietkosten um mehr als 1,700 Euro erhöhen könnte.

Für Immobilienkäufer gibt es keine Anzeichen einer Abkühlung des Marktes. Die Kaufpreise könnten um rund sieben Prozent steigen, und Hypotheken, die an den Euribor gekoppelt sind, dürften teurer werden, da dieser kontinuierlich steigt. Expats in Großstädten wie Madrid, Barcelona und beliebten Küstenregionen werden die Auswirkungen am stärksten spüren.

Die Nebenkosten werden sich auch auf die Haushaltsbudgets auswirken. Bei den Stromrechnungen könnte der Grundbetrag um etwa 10.5 % steigen, hinzu kommen neue Zuschläge. Sinkende Energiepreise im Großhandel könnten jedoch zu einer Gesamtentlastung von fünf bis zehn Prozent führen. Die Wasserrechnungen steigen in Großstädten leicht an: In Madrid um drei Prozent und in Barcelona um 2.9 Prozent. Obwohl diese Erhöhungen moderat ausfallen, sollten sich Expats auf etwas höhere monatliche Kosten einstellen.

Auch wenn Expats die Auswirkungen wahrscheinlich nicht spüren werden, bieten die Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr eine gewisse Entlastung, da sie bis Ende 2026 unverändert bleiben. Die Regionalregierungen von Madrid, Valencia, Katalonien und Andalusien unterstützen diese Entwicklung weiterhin. Die Flughafengebühren hingegen sollen um 6.44 Prozent steigen, und die Fluggesellschaften werden diese Kosten voraussichtlich an die Passagiere weitergeben, wodurch Flugreisen etwas teurer werden.

Die Lebenshaltungskosten werden auch in anderen Bereichen weiter steigen. Die Gesamtinflation wird voraussichtlich 2.4 Prozent erreichen, wobei die Lebensmittelpreise um 2.5 Prozent und die Preise für unverarbeitete Lebensmittel um über fünf Prozent steigen werden. Auch die Preise für private Krankenversicherungen werden nach einer deutlichen Erhöhung um zehn Prozent im Jahr 2025 erneut steigen – ein Faktor, den Expats mit privater Krankenversicherung sorgfältig berücksichtigen sollten.

Auf der Einkommensseite steigen die öffentlichen Renten um 2.7 Prozent, wobei die Mindestrenten je nach Anzahl der Angehörigen um 7 bis 11.4 Prozent zulegen. Der Mindestlohn soll um mindestens 3.1 Prozent steigen, während Beamte mit einer Erhöhung von 1.5 bis 2 Prozent rechnen können. Die Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls leicht steigen, was die Einkommenssteigerungen für diejenigen, die lokal Beiträge leisten, teilweise ausgleichen könnte.

Was Steuern und Anreize angeht, werden die Vergünstigungen für Elektrofahrzeuge und Ladestationen fortgesetzt, was für diejenigen, die umweltfreundlichere Transportmöglichkeiten in Betracht ziehen, einige Einsparungen ermöglicht. Diese werden jedoch durch die vielen lokalen Gemeinden kompensiert, die die Müllgebühren erhöht haben, wobei sich einige Gebühren in Teilen der südlichen Costa Blanca fast verdreifacht haben.

Insgesamt werden die Kosten in Spanien im Jahr 2026 in fast allen Lebensbereichen steigen, von Wohnen und Nebenkosten bis hin zu Lebensmitteln und Gesundheitsversorgung. Für Expats wird eine sorgfältige Budgetplanung unerlässlich sein, insbesondere für Mieter, Hausbesitzer und diejenigen, die auf eine private Krankenversicherung angewiesen sind.

Die gute Nachricht ist, dass die Pendelkosten stabil bleiben und Renten- und Lohnanpassungen eine gewisse finanzielle Entlastung bieten, die dazu beiträgt, den allgemeinen Anstieg der Lebenshaltungskosten auszugleichen.