Das Universitätsklinikum Torrevieja erweitert seine Rehabilitationsabteilung um ein neues, vorgefertigtes Modulgebäude. Möglich macht dies eine öffentliche Ausschreibung des regionalen Gesundheitsministeriums von Valencia. Das 1.15 Millionen Euro teure Projekt sieht vor, dass die Module außerhalb des Krankenhausgeländes vorgefertigt und an der Westfassade montiert werden. Die Fläche beträgt rund 350 Quadratmeter.

Das eingeschossige Gebäude wird einen Empfangs- und Wartebereich, vier Behandlungsräume, Personalumkleiden, einen Fitnessraum, Patientenumkleiden, Lagerräume und drei Behandlungsräume, einer davon mit eigenem Bad, umfassen. Die Bauzeit wird nach Vertragsabschluss voraussichtlich dreieinhalb Monate betragen.

Die Erweiterung wird durch die steigende Nachfrage vorangetrieben. Die derzeitige Rehabilitationsabteilung des Krankenhauses im zweiten Stock des Westflügels ist voll ausgelastet, sodass Patienten unabhängig von ihrem Genesungsfortschritt nur eine begrenzte Anzahl an Behandlungen erhalten können. Auch die Barrierefreiheit stellt ein Problem dar: Patienten müssen oft komplizierte Wege von den Parkplätzen oder dem Erdgeschoss zurücklegen, da Gehwege, Aufzüge und lange Flure nicht barrierefrei sind. Dies erschwert den Besuch insbesondere für Patienten mit eingeschränkter Mobilität.

Obwohl die Investition im Vergleich zu früheren Regierungsversprechen von mehr als 20 Millionen Euro bescheiden ausfällt, stellt sie das größte Infrastrukturprojekt des Krankenhauses dar, seit die Regionalregierung im Jahr 2021 die direkte Leitung wieder übernommen hat. Bisher konzentrierten sich die Verbesserungen hauptsächlich auf die Verdopplung der Mitarbeiterzahl und die Modernisierung der Medizintechnik, einschließlich Dialyse- und Laborgeräten.

Die neue modulare Einrichtung wird keine bestehenden Rehabilitationsflächen für andere Zwecke, wie beispielsweise Krankenhausbetten, freigeben, die weiterhin stark nachgefragt werden. Das Krankenhaus Torrevieja verfügt derzeit über rund 230 Betten – überwiegend Einzelzimmer – muss diese aber häufig doppelt belegen, um den Patientenbedarf zu decken.

Das Krankenhaus versorgt heute fast 230,000 Menschen aus Torrevieja, Orihuela Costa, Pilar de la Horadada, Rojales, Guardamar del Segura, San Fulgencio, San Miguel de Salinas, Los Montesinos, Benijófar und Formentera del Segura – mehr als das Doppelte der Bevölkerung, für die es ursprünglich konzipiert war, und eine Bevölkerung, die während der Ferienzeiten enorm zunimmt.

Kommunale Räte und Anwohner fordern eine größere Erweiterung oder sogar ein zweites Krankenhaus an der Costa Blanca, um den Druck auf die Notfallversorgung, Operationen und Facharztkonsultationen zu verringern und die zunehmende Abhängigkeit von der privaten Gesundheitsversorgung in der Region einzudämmen.