Die Guardia Civil hat in Zusammenarbeit mit der Polizei von Callosa d'en Sarrià drei Männer in der Altstadt von Castell de Guadalest festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Touristen mit gefälschten Spendenaufrufen betrogen zu haben. Die Verdächtigen sollen gefälschte Dokumente benutzt haben, um in belebten Touristengebieten Spenden zu sammeln.
Die Festnahmen erfolgten im Rahmen der Initiative „Sicherer Tourismus“ und wurden durch die umgehende Meldung verdächtiger Aktivitäten durch Anwohner und Touristen ermöglicht. Die drei Männer im Alter zwischen 40 und 45 Jahren werden der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, des Betrugs und der Urkundenfälschung beschuldigt.
Die Ermittlungen, bekannt als „Operation Ludwiz“, begannen, nachdem die Behörden mehrere Hinweise auf Personen erhalten hatten, die Touristen mit Formularen und angeblichen offiziellen Ausweisen von Wohltätigkeitsorganisationen ansprachen. Die Verdächtigen gaben häufig vor, Spenden für Kinder oder Menschen mit Behinderungen zu sammeln und nutzten dabei die Gutmütigkeit der Besucher aus.
Diese Betrugsmasche, bekannt als „Spendenmethode“, besteht darin, Opfer mithilfe gefälschter Dokumente und Unterschriftenlisten zu sofortigen Spenden zu drängen. Beamte der Guardia Civil führten Zeugenbefragungen und verdeckte Observationen durch und bestätigten so, dass die Verdächtigen ihre Handlungen koordinierten und sich bei den betrügerischen Aktivitäten bestimmte Rollen zuwiesen.
Die Festnahmen erfolgten nach einem neuen Hinweis von Anwohnern und Ladenbesitzern der Altstadt, woraufhin die Guardia Civil und die örtliche Polizei eine gemeinsame Operation durchführten. Die Verdächtigen wurden in einem Fahrzeug angehalten. Die Behörden beschlagnahmten gefälschte Dokumente, Unterschriftenlisten und Bargeld, das mutmaßlich durch die Betrügereien erlangt worden war.
Die Festgenommenen erschienen vor dem Untersuchungsgericht von Villajoyosa, das sie unter Auflagen freiließ. Die Guardia Civil ermittelt weiterhin, ob die Gruppe ähnliche Straftaten an anderen spanischen Touristenorten begangen haben könnte.
Offizielle Stellen haben die Öffentlichkeit dringend gebeten, Vorsicht walten zu lassen, wenn sie im öffentlichen Raum um Spenden gebeten werden, und die Bedeutung der Zusammenarbeit der Bürger bei der Verhinderung von Betrügereien hervorgehoben, die die Sicherheit und den Ruf von Touristengebieten untergraben.












