Der Nationale Gerichtshof hat die Klage einer Familie aus Almoradí abgewiesen, deren Haus bei den schweren Überschwemmungen in Vega Baja im September 2019 zerstört wurde. Die Familie hatte fast eine halbe Million Euro gefordert. dana (Heftiges Sturmsystem). Das Gericht urteilte, dass die außergewöhnliche Natur des Wetterereignisses einen Fall höherer Gewalt darstellt, was bedeutet, dass der Staat nicht verantwortlich gemacht werden kann.

Hintergrund der Behauptung

Die Familie forderte 484,061 € Entschädigung für den Totalverlust ihres Hauses in Partida El Gabato, das nur wenige Meter vom Fluss Segura an der Brücke von Algorfa entfernt liegt, wo ein Hochwasserschutzdamm brach. Das Haus wurde bis auf eine einzige Wand in Schutt und Asche gelegt, und die Familie musste von Rettungskräften geborgen werden.

Bevor die Kläger beim Nationalgerichtshof Berufung einlegten, stellten sie einen Antrag beim Ministerium für den ökologischen Wandel, der jedoch abgelehnt wurde. Sie argumentierten, dass die Confederación Hidrográfica del Segura (CHS), die für die Instandhaltung der Flussinfrastruktur zuständig ist, trotz Warnungen des Gemeinderats und des Wassergerichts von Alfeitamí die notwendigen Reparaturen nicht durchgeführt habe. Ein von der Familie vorgelegtes Gutachten eines Ingenieurs kam zu dem Schluss, dass diese Vernachlässigung zum Dammbruch beigetragen habe.

Außergewöhnliche Wetterbedingungen wurden angeführt

Das Nationale Gericht wies die Klage ab und betonte die beispiellose Intensität des Sturms. Im Urteil wird festgehalten, dass die Niederschlagsmenge bis zu 500 mm/m² erreichte – der höchste Wert in Vega Baja seit mindestens 100 Jahren – wobei 38 Stunden sintflutartiger Regen eine Wassermenge freisetzten, die 85 % des Füllstands des Guadalest-Stausees entsprach. Die Richter führten den raschen und unverhältnismäßigen Wasserzufluss, verstärkt durch regulierte Abflüsse aus dem Santomera-Stausee, als Grund dafür an, dass die Überschwemmungen unvermeidbar waren.

Auf Empfehlung des Staatsrats kam das Gericht zu dem Schluss, dass die katastrophalen Schäden auch bei Durchführung der geforderten Instandhaltungsmaßnahmen nicht hätten verhindert werden können. Die CHS verstärkte den Damm später im Rahmen von Notfallreparaturen nach dem Sturm.

Die Vergütung wurde bereits gezahlt

Die Familie erhielt vom Versicherungsentschädigungskonsortium 30,082 € für den Hausrat und 120,570 € für das Gebäude sowie weitere Vorschüsse. Sie beantragten keine staatliche Katastrophenhilfe, versuchten jedoch, regionale Unterstützung von der Generalitat zu erhalten, die ihnen aufgrund unvollständiger Unterlagen verwehrt blieb.

Breiteren Kontext

Das Urteil verdeutlicht die Schwierigkeit, bei extremen Naturkatastrophen die Haftung zuzuweisen. Eine separate Strafanzeige lokaler Wasserverbände und Bewässerungsvereinigungen gegen die CHS wegen angeblicher Fahrlässigkeit wurde schließlich zurückgezogen und der Fall archiviert.