Comaskey – Das kann doch nicht dein Ernst sein!
Comaskey – Das kann doch nicht dein Ernst sein!

Die Geschichte wird mit der Zeit ihr Urteil über das vergangene Jahr fällen. Eines ist sicher: 2025 wird als eines der bizarrsten Jahre aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Die Nachrichten überschlugen sich so schnell, dass die letzte Meldung schon wieder unterging, bevor die nächste überhaupt verarbeitet werden konnte.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war mit Abstand der größte Architekt der spektakulärsten Eilmeldungen. Wir kommen gleich auf ihn zurück, aber zunächst werfen wir einen Blick auf einige weniger dramatische Geschichten und wagen dann ein paar Prognosen für 2026.

Hier in der Heimat hat Jim Gavin, der Mann mit den angeblich sichersten Händen im Spiel, bei der Präsidentschaftswahl versagt, nachdem er von Michael Martin einen Freifahrtschein erhalten hatte.

Eine 65-jährige Frau in Thailand meisterte ihre Herausforderung besser. Ein Sarg rollte über das Förderband und war kurz davor, ins Krematorium eingefahren zu werden, als jemand von innen lautes Hämmern gegen den Deckel hörte. Und tatsächlich: Die Frau war noch immer bei lebendigem Leibe.

Man könnte noch weitere Beispiele anführen, aber der eindeutige Gewinner des „Bizarre Barron“-Preises 2025 ist zweifellos der Mann, der sich sicher war, dass er den Friedensnobelpreis am meisten verdient hätte.

Trump benannte den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um und änderte den Namen des John F. Kennedy Centers, um das Wort „Trump“ aufzunehmen! Er sagte, er übernehme die Kontrolle über den Panamakanal und drohte mit der illegalen Annexion Grönlands.

Die Annexion Kanadas drohte, bis Trump auf einen der Unsrigen traf: Premierminister Mark Carney, der aus Mayo stammte, und die Kanadier daraufhin massenhaft ihre Urlaube in Florida stornierten.

Die Nationalgarde wurde in amerikanischen Städten eingesetzt, um gegen die eigenen Mitbürger zu kämpfen. Während wir diese Kolumne schreiben, wurde Venezuela überfallen und Kolumbien sowie Grönland gewarnt … aber das ist ein Thema für den nächsten Neujahrsartikel!

Angesichts der aktuellen Entwicklungen bräuchte man wohl entweder einen mutigen oder einen unglaublich törichten Mann, um Prognosen für das Jahr 2026 abzugeben. Wie soll man da noch an das Jahr 2025 anknüpfen? Nun gut, wir versuchen es trotzdem …

Ein Sprecher der irischen Regierung wird im Radio eine klare und unmissverständliche Antwort auf eine direkte Frage geben und sich dabei an die gestellte Frage halten. Mary Lou McDonald und Peadar Tóibín werden bei einem Coldplay-Konzert in einer leidenschaftlichen Umarmung im Rampenlicht stehen. Die Schlagzeilen der Zeitungen zu diesem Thema reichen von „Versöhnung“ über „Knutschen“ bis hin zu Kombinationen aus beidem.

Die größte Nachricht des Jahres wird aber sein, wenn Donald Trump im Juli in New Jersey im Elfmeterschießen den Siegtreffer zum WM-Titel für die USA erzielt.

Auf dem Weg ins Finale gegen Mexiko wird die USA Italien, England, Frankreich und Deutschland besiegt haben; bei allen diesen Mannschaften wird die Hälfte der Visa in letzter Minute annulliert worden sein.

Im Finale werden fast alle erstgenannten Spieler des mexikanischen Teams als nationale Gefahr eingestuft und des Landes verwiesen. Trotzdem schaffen es alle mexikanischen Spieler, rechtzeitig auf einem LKW in New Jersey anzukommen, um sich umzuziehen.

Mexiko ist die deutlich bessere Mannschaft, doch der ungarische Schiedsrichter, persönlich von FIFA-Präsident Gianni Infantino in Absprache mit Herrn Trump ernannt, erwischt einen rabenschwarzen Tag. Die Mexikaner beenden das Spiel mit acht Spielern und sieben aberkannten Toren – nach Verlängerung steht es 8:7. Es geht also ins Elfmeterschießen…

Da die Regelauslegung von Schuss zu Schuss ständig wechselte, konnte der amerikanische Torwart den fünften Elfmeter des mexikanischen Stürmers parieren. Die USA müssen nun nur noch den nächsten Strafstoß verwandeln, um 2026 Weltmeister zu werden.

Die vier Milliarden Menschen, die vor den Fernsehbildschirmen zuschauen, oder die 80,000 Fans im Stadion werden ihren Augen nicht trauen, wenn der Schiedsrichter einen US-amerikanischen Ersatzspieler für den entscheidenden Versuch zum Siegtreffer einwechselt.

Von der Bank springt ein älterer Herr mit künstlicher Bräune und roter Baseballkappe auf, die Arme zum Applaudieren erhoben. Der Stadionsprecher stellt ihn schlicht als Donald Trump, Nummer 007, vor.

Es dauert eine Weile, bis der Ball auf dem Elfmeterpunkt platziert ist, bevor der Torwart wegen Respektlosigkeit gegenüber dem Schützen die Rote Karte sieht. Der Schiedsrichter entscheidet daraufhin, dass bis zum nächsten Spielzug kein Torwartwechsel erlaubt ist. Kurz darauf dreht sich der Ball vom Elfmeterpunkt in alle Richtungen, schaukelt wie ein Boot und trudelt dann ins leere Tor – „das schönste Tor, das je im Fußball erzielt wurde“.

Vor der Pokalübergabe wird Donald Trump sich selbst die Auszeichnung „Spieler des Spiels“ verleihen … natürlich!

Vergiss nicht

Noch nie in der Geschichte Amerikas haben so wenige so viel für so viele vermasselt.