Orihuela bereitet sich auf eines seiner am meisten erwarteten Ereignisse vor: den Mittelaltermarkt. Die dreitägige Veranstaltung, die vom 30. Januar bis zum 1. Februar im Stadtzentrum stattfindet, feiert die kulturellen Wurzeln der drei historischen Gemeinden Orihuelas.

Der Markt bietet über 300 Stände mit Kunsthandwerk und Speisen sowie Tavernen, traditionelle Werkstätten und ein vielfältiges Programm mit Musik, Theater und Straßenunterhaltung. Er ist die größte mittelalterliche Nachstellung in der Region Valencia und eine der bedeutendsten in ganz Spanien.

Die Veranstaltung wurde vergeben an La Fragua de Vulcano–Espectáculos AMB ProduccionesDas Unternehmen bot der Stadt eine Gebühr von 24,000 €, doppelt so viel wie 2025, als es den Zuschlag für 12,280 € erhielt – jeweils bei einem Startgebot von 2,284 €. Laut der dem Vertrag beigefügten Wirtschaftlichkeitsstudie belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten der Veranstaltung auf 118,096 €, während die prognostizierten Mindesteinnahmen 133,100 € betragen.

Veranstaltungstermine und Planung
Traditionsgemäß findet der Markt am ersten Februarwochenende, von Freitag, dem 30. Januar, bis Sonntag, dem 1. Februar, statt. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung für die gleichen Daten geplant, wurde aber aufgrund von Verzögerungen im Ausschreibungsverfahren auf März verschoben.

Um in diesem Jahr Probleme in letzter Minute zu vermeiden, hat die Stadt den Vertrag ungewöhnlich früh im August ausgestellt, mit Optionen zur Verlängerung für 2027 und 2028. Die Vereinbarung ist als Honorarvertrag ausgestaltet, was bedeutet, dass das Unternehmen alle Organisationskosten trägt und der Stadt die Rechte zur Durchführung der Veranstaltung zahlt, wodurch sichergestellt wird, dass der städtische Haushalt nicht belastet wird.

Vergangene Kontroversen
Die Jubiläumsausgabe des Marktes zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 2025 verlief nicht ohne Kontroversen. Sie wurde verschoben, und der konkurrierende Bieter, der Verein für Kunsthandwerk und Kunst PiramideArtEr focht die Vergabe des Preises wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten an – eine Beschwerde, die von der Stadt letztendlich zurückgewiesen wurde.

La Fragua organisierte die Veranstaltung auch 2024 und 2025 und lockte damit jährlich Tausende Besucher an, was den lokalen Handel und Tourismus ankurbelte. In beiden Fällen reichte PiramideArt detaillierte Berichte ein, in denen dem Veranstalter über 40 Vertragsverletzungen vorgeworfen wurden. Die Stadt leitete eine Untersuchung ein, verhängte aber keine Sanktionen.