Die Müllwerker in Orihuela befinden sich in einer kritischen Lage und warnen vor einem möglichen Streik. Die drei im Betriebsrat der Straßenreinigung und Abfallwirtschaft vertretenen Gewerkschaften – CCOO, UGT und CSIF – haben für kommenden Montag eine Generalversammlung in den städtischen Abfallentsorgungsanlagen im Industriepark Puente Alto einberufen.
Während der Versammlung stimmen die Beschäftigten über mögliche rechtliche Schritte und Protestaktionen ab, um auf die von den Gewerkschaften als „zunehmend verschlechterte und unüberschaubare“ Dienstleistung zu reagieren. Zu den erwogenen Maßnahmen gehören formelle Beschwerden bei der Arbeitsinspektion wegen angeblicher Verstöße gegen Arbeitsschutzbestimmungen und ausstehender Lohnzahlungen. Ein Streik wird nicht ausgeschlossen, falls keine Lösungen gefunden werden.
Gewerkschaftsvertreter geben an, in den letzten Monaten wiederholt um ein Treffen mit Stadträtin Rocío Ortuño gebeten zu haben, aber keine Antwort erhalten zu haben.
Zu den Hauptbeschwerden der Beschäftigten zählen die Nichtumsetzung vereinbarter Gehaltserhöhungen und die seit Monaten ausstehende Überstundenvergütung. Sie berichten außerdem, dass weiterhin ein veralteter Tarifvertrag – der derzeit gerichtlich angefochten wird – Anwendung findet, während die Verhandlungen über einen neuen Vertrag seit mehr als sechs Monaten stocken.
Personalmangel ist ein weiteres großes Problem. Mehr als 40 Mitarbeiter wurden nach der Sommersaison entlassen und nicht ersetzt, wodurch die verbleibenden Arbeiter gezwungen sind, die Lücken durch Überstunden zu schließen.
Die Gewerkschaften bemängeln außerdem den schlechten Zustand des Fuhrparks. Müllwagen und andere Einsatzfahrzeuge sind alt und anfällig für häufige Pannen, die oft Flecken und unangenehme Gerüche auf den Straßen hinterlassen. Laut den Gewerkschaften werden viele Fahrzeuge nicht repariert, weil die Werkstätten nicht bezahlt wurden und sich weigern, Wartungsarbeiten durchzuführen.
Darüber hinaus wurden im Jahr 2025 keine obligatorischen medizinischen Untersuchungen für die Beschäftigten durchgeführt, und die Versicherungspolice des Ministeriums wurde seit 2023 nicht erneuert. Die Gewerkschaften prangern außerdem fortgesetzte Verstöße gegen die Vorschriften zur Verhütung von Arbeitsunfällen an, darunter das Heben schwerer Lasten ohne geeignete Werkzeuge oder ausreichend Personal sowie die Verwendung von Heckladern, die von nur einem Arbeiter bedient werden.
Zu den weiteren Problemen zählt der ausgelaufene Reinigungsvertrag für die Betriebsräume, was dazu geführt hat, dass Toiletten Berichten zufolge wochenlang nicht gereinigt wurden. Die Abteilung wurde außerdem – laut Gewerkschaften „ohne jegliche Begründung“ – aus der im jüngsten Stellenklassifizierungsplan des Stadtrats festgelegten Laufbahnstruktur ausgeschlossen.
Die Gewerkschaften warnen, dass all diese Probleme sich direkt auf die Qualität der Dienstleistung auswirken, was zu einer wachsenden Zahl von Beschwerden seitens der Einwohner geführt hat und im Meinungsbarometer des Stadtrats als eines der Hauptprobleme der Stadt aufgeführt wird.











