Der Stadtrat von Torrevieja und die Neue Leasinggesellschaft der Salinen von Torrevieja (NCAST) werden auf der Internationalen Tourismusmesse (FITUR) eine Vereinbarung unterzeichnen, um die erste Phase eines lange geplanten Projekts zur Schaffung eines regulierten Bade- und Thalassotherapiebereichs in der berühmten rosa Lagune der Stadt einzuleiten.
Die Vereinbarung ermöglicht es der Gemeinde, in den ehemaligen Verdunstungsteichen nördlich des alten Chemiewerks Badeanlagen zu errichten. Dies ist der erste konkrete Schritt eines Projekts, das ursprünglich 2020 angekündigt wurde und ein geschätztes Gesamtinvestitionsvolumen von 10 Millionen Euro vorsieht. Allerdings wird in dieser Phase zunächst nur die erste Bauphase vorangetrieben, deren genaue Kosten später festgelegt werden.
NCAST, eine Tochtergesellschaft des französischen Salins-Konzerns und Betreiberin der Saline von Torrevieja, wird einen Teil ihrer Konzession, die sie sich mit dem spanischen Staat teilt, unterverpachten. Die endgültige Umsetzung bedarf noch der Genehmigung durch die staatliche Denkmalbehörde, der Eigentümerin der Salinen und des Industriegeländes. Laut Bürgermeister Eduardo Dolón haben Verhandlungen mit der Denkmalbehörde im Laufe des Jahres 2025 den Weg für diese Vereinbarung geebnet, nachdem das Projekt 2023 aufgrund rechtlicher und administrativer Hürden ins Stocken geraten war.
Weitere Entwicklungsphasen – wie die Sanierung der historischen Chemieanlagengebäude – werden vor dem Auslaufen der Saline-Konzession im Jahr 2032 nicht mehr durchgeführt.
Tourismus, Regulierung und Umweltbelange
Die Initiative zielt darauf ab, den Tourismus rund um die therapeutischen Eigenschaften des hochsalzhaltigen Wassers und Schlamms der Lagune zu regulieren und zu fördern. Diese werden derzeit trotz Verbots inoffiziell genutzt. Fehlende ausgewiesene Badebereiche haben insbesondere in den Sommermonaten zu Überfüllung, Umweltverschmutzung und Sicherheitsbedenken geführt.
Obwohl sich die Vereinbarung ausschließlich auf den Badebereich konzentriert, bedarf das Projekt dennoch einer Umweltverträglichkeitsprüfung und der Genehmigung durch die Regionalregierung von Valencia, da sich die Lagune in einem geschützten Naturpark befindet.
FITUR 2026: „Torrevieja, es ist eine Lebensart“
Auf der FITUR 2026 (21.–25. Januar, Madrid) wird Torrevieja auch seine umfassendere Tourismusstrategie unter dem Motto vorstellen. „Torrevieja, es ist eine Lebensart.“Im Fokus stehen Nachhaltigkeit, Lifestyle-Tourismus und Stadterneuerung. Zu den wichtigsten Projekten zählen die Hafensanierung, die Restaurierung der Eras de la Sal und der Schutz des Naturparks Las Lagunas, begleitet von Kulturfestivals, Gastronomie und Sportveranstaltungen.
Im Rahmen ihrer Werbekampagne wird der Karneval von Torrevieja am 24. Januar durch das Zentrum von Madrid ziehen. Die Gesamtkosten für Torreviejas Teilnahme an der FITUR wurden zwar nicht bekannt gegeben, allein die Karnevalsveranstaltung hat jedoch einen Vertrag über 60,000 €.
Trotz dieser Bemühungen verfügt Torrevieja immer noch nicht über einen eigenen Stand auf der IFEMA und ist weiterhin auf Entscheidungen auf regionaler Ebene angewiesen, um eine dauerhafte Präsenz auf der Messe zu sichern.












