Die spanische Guardia Civil in der Region Murcia ermittelt gegen zwei Einwohner von Torre Pacheco wegen des Verdachts der Tierquälerei nach einem schweren Angriff auf einen Hund. Der Vorfall ereignete sich Anfang Februar 2026 und hat in der Öffentlichkeit große Besorgnis ausgelöst.
Die Ermittlungen begannen, nachdem ein Anwohner seinen kleinen Mischlingshund in einem Müllcontainer in der Nähe seines Hauses gefunden hatte. Das Tier wies schwere Verletzungen auf und wurde umgehend in eine Tierklinik gebracht, wo es sich weiterhin in kritischem Zustand befindet. Die Tierärzte vermuten einen Halswirbelbruch, der lebensbedrohlich ist.
Spezialisten von SEPRONA, dem Naturschutzdienst der Guardia Civil, übernahmen den Fall und sicherten Spuren am Tatort. Den Ermittlungen zufolge begann der Vorfall, als der Hund in ein nahegelegenes Haus eindrang. Kurz darauf verließ eine Person das Grundstück mit einer Papiertüte, in der sich vermutlich das verletzte Tier befand, und warf diese in einen Abfallbehälter.
Aufgrund der gesammelten Beweise haben die Behörden zwei Personen identifiziert und ein Strafverfahren gegen sie wegen des Verdachts der Tierquälerei eingeleitet. Der Fall verdeutlicht die schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen der Misshandlung von Tieren nach dem geltenden spanischen Strafgesetzbuch.
Der Vorfall ist auch Teil der laufenden Kampagne der Guardia Civil gegen Tierquälerei und Tieraussetzung, bekannt als #JaIchKannEsErzählen („Ich kann mich äußern“). Die im Juli 2017 gestartete Kampagne zielt darauf ab, das öffentliche Bewusstsein für verantwortungsvolle Haustierhaltung zu schärfen, den Tierschutz zu fördern und Bürger zu ermutigen, Missbrauch zu melden.
Die Behörden verzeichnen ein wachsendes öffentliches Bewusstsein, das sich nicht nur in formellen Beschwerden, sondern auch in verstärkter Nutzung sozialer Medien wie X (ehemals Twitter) und Facebook widerspiegelt. Die Guardia Civil bittet alle, die Tierquälerei oder -aussetzung beobachten oder vermuten, dies telefonisch unter 062, per E-Mail (seprona@guardiacivil.org) oder über die offiziellen Social-Media-Kanäle zu melden.












