Die sozialistische Fraktion der Stadt Torrevieja hat die Regionalregierung von Valencia aufgefordert, die Wohnungsbauverordnung Plan VIVEEr warnte davor, dass die derzeitigen Regeln es Besserverdienenden ermöglichen, von Sozialwohnungen zu profitieren, und dass sich die jüngsten Zuteilungsstreitigkeiten in Alicante wiederholen könnten.

In einer Pressekonferenz kritisierte die sozialistische Sprecherin Bárbara Soler den Consell-Erlass vom 10. Dezember 2024 zur Regelung des Zugangs zu den Wohnungen des Plan VIVE. Sie argumentierte, dass das Problem nicht nur in der Art und Weise der Wohnungsvergabe liege, sondern auch darin, wer antragsberechtigt sei.

Soler hob hervor, dass die Verordnung die Einkommensgrenze auf das 6.5-Fache des IPREM (in 14 Raten) anhebt, wodurch Antragsteller mit einem Jahreseinkommen von bis zu 54,000 € – in manchen Fällen sogar 66,000 € – anspruchsberechtigt sind. Sie erklärte, diese Zahlen stünden in keinem Verhältnis zur finanziellen Realität der meisten Einwohner von Torrevieja, die derzeit keinen Zugang zu Wohnraum haben.

Sie warnte außerdem vor dem fehlenden dauerhaften Schutz der im Rahmen von Plan VIVE geförderten Immobilien. Nach dem derzeitigen Modell können Häuser, die auf öffentlichem Grund errichtet und mit öffentlichen Geldern unterstützt wurden, später umklassifiziert und auf dem freien Markt verkauft werden.

„Das öffnet Spekulationen Tür und Tor“, sagte Soler. „Mit öffentlichen Geldern billig einzukaufen, um später teuer zu verkaufen, ist keine Wohnungspolitik – das ist Geschäft.“

Die sozialistische Gruppe argumentiert, dass dieser Ansatz zum Verlust von öffentlichem Land führt und das strukturelle Wohnungsproblem von Torrevieja verschärft, anstatt es zu lösen.

Deshalb fordert die PSPV-PSOE in Torrevieja Änderungen des Dekrets, um die Einkommensgrenzen zu senken, sicherzustellen, dass die geschützten Wohnungen an diejenigen gehen, die sie wirklich benötigen, und einen dauerhaften Schutzstatus für diese Immobilien einzuführen.

Soler kam zu dem Schluss, dass öffentliches Land und öffentliche Ressourcen nur durch eine Reform der Regeln ihrem eigentlichen sozialen Zweck dienen können, anstatt einer privilegierten Minderheit zu nutzen.