Gericht ordnet Antikorruptionsstaatsanwälten die Herausgabe von Akten über das umstrittene Bauprojekt Les Naus an.
Ein Richter hat formell die Untersuchung der umstrittenen Vergabe von 140 subventionierten Wohnungen in Alicante übernommen und die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft aufgefordert, alle bisher gesammelten Informationen weiterzuleiten.
Der Fall, in dem es um den Wohnkomplex Les Naus im Stadtteil La Condomina geht, ist vor dem Gericht in Benalúa gelandet, nachdem ein Richter eine vergangene Woche von der rechtsextremen Gewerkschaft eingereichte Strafanzeige zugelassen hatte. Manos LimpiasDurch diesen Schritt wird die Staatsanwaltschaft gezwungen, vier bereits eingereichte separate Beschwerden im Zusammenhang mit den Wohnungsverträgen zu übertragen.
Magistrat Amparo Rubio wird nun die Untersuchung der mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der geförderten Wohnungen leiten. Die Anklage wirft den Beteiligten unter anderem die Fälschung von Geschäftsdokumenten, Einflussnahme, Amtsmissbrauch und verbotene Verhandlungen durch Amtsträger vor.
Obwohl die Beschwerde nur drei Seiten umfasst, werden darin zehn Personen namentlich genannt. Darunter befindet sich auch der ehemalige Stadtplanungsrat. Rocío GómezBeamte des Stadtrats von Alicante, Verantwortliche der Wohnungsbaugenossenschaft und des Bauträgers sowie ein Notar. Die Anschuldigungen basieren größtenteils auf bereits veröffentlichten Medienberichten.
Bislang wurde der Fall von der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft untersucht, nachdem der Stadtrat von Alicante, die regionale Wohnungsbaubehörde und politische Parteien Anzeigen erstattet hatten. PSOE und HinzufügenNach spanischem Recht müssen Staatsanwälte, sobald ein Richter ein Verfahren eröffnet, sämtliches relevantes Material an das Gericht weiterleiten.
Die erste Warnung kam von Sumar, die den Fall kurz nach Bekanntwerden des Les-Naus-Skandals der Antikorruptionsbehörde meldete und dabei mögliche Straftaten gegen die öffentliche Verwaltung anführte und eine Überprüfung forderte, ob das Verfahren den rechtlichen Standards der Gleichheit, Transparenz und Unparteilichkeit entsprach.
Die PSOE reichte später ihrerseits eine Beschwerde ein, in der sie auf Anzeichen von Korruption, Betrug, unrechtmäßigen Verhandlungen und Amtsmissbrauch hinwies. Sie nannte mehrere hochrangige Persönlichkeiten, darunter einen ehemaligen Stadtratsdirektor, einen Stadtarchitekten, den Projektleiter und Mitglieder des Stadtrats.
Die Ermittler des Stadtrats äußerten zudem Bedenken, dass städtische Mitarbeiter, die mit der Abwicklung des Projekts befasst waren, möglicherweise selbst Wohnungen erhalten haben. Besonderer Verdacht fällt auf einen städtischen Architekten, der an dem Verfahren mitgearbeitet hat und selbst eine Wohnung in der Wohnanlage besitzt.
Unterdessen hat die regionale Wohnungsbehörde einen ihrer leitenden Mitarbeiter beschuldigt, Verträge unter Verwendung falscher Einkommensdaten genehmigt zu haben, wodurch seine Frau, eine städtische Architektin, angeblich Anspruch auf eine Wohnung erlangte. Diese Beschwerde könnte sich noch ausweiten, nachdem in weiteren Akten wichtige Finanzinformationen fehlten.
Es wird erwartet, dass die Ermittlungen nun ausgeweitet werden, da das Gericht alle vier Beschwerden und die dazugehörigen Beweismittel prüft.












