Rund hundert Menschen gingen am Sonntag in Orihuela auf die Straße, um den Internationalen Frauentag zu begehen und schlossen sich einem Marsch an, der vom Stadtrat und dem örtlichen Gleichstellungsrat unter dem Motto organisiert wurde. „Orihuela macht Gleichberechtigung zur Realität.“
Die Demonstration begann mittags vor dem Rathaus und zog durch das historische Zentrum, bevor sie an der Glorieta Gabriel Miró endete, wo die institutionelle Hauptzeremonie und die Verlesung eines Manifests stattfanden.
Bei der Eröffnung der Veranstaltung erklärte die Gleichstellungsbeauftragte Agustina Rodríguez, der 8. März biete die Gelegenheit, die gemeinsame Entschlossenheit zur Verteidigung der Frauenrechte zu stärken. Sie warnte davor, dass patriarchale Einstellungen und Sexismus trotz Fortschritten weiterhin tief in der Gesellschaft verwurzelt seien, und betonte, dass Frauen bei den bereits erreichten Rechten „keinen Schritt zurückgehen“ würden.
Rodríguez bezeichnete den Feminismus als unverzichtbares Instrument zum Aufbau einer gerechteren Gesellschaft und betonte, dass er nicht nach Privilegien, sondern nach gleichen Rechten strebt. Sie warnte zudem vor Fehlinformationen – insbesondere in den sozialen Medien –, die den Feminismus als konfrontativ oder männerfeindlich darstellen, und merkte an, dass solche Darstellungen jüngere Generationen verwirren und den falschen Eindruck erwecken könnten, die Gleichstellung der Geschlechter sei bereits erreicht.
Anschließend kamen Vertreter von Organisationen wie Vega Baja Acoge, Mujeres para el Tercer Milenio, Foro Social, Asociación de Mujeres Clara Campoamor, Cáritas Orihuela und Cruz Roja zusammen, um das offizielle Manifest vorzulesen.
Die Erklärung hob bestehende Herausforderungen wie die geschlechtsspezifische Lohnlücke, ungleiche Betreuungspflichten und Gewalt gegen Frauen hervor und stellte fest, dass In Spanien wurden im Jahr 2026 bereits 10 Frauen und zwei Minderjährige in Fällen geschlechtsspezifischer Gewalt getötet..
Zum Abschluss des Manifests zitierten die Organisatoren Karl Marx und erinnerten die Teilnehmer daran, dass Der historische Fortschritt hing schon immer von der Rolle der Frauen ab..












