Familien der CEIP Playas de Orihuela fordern dringende Maßnahmen, nachdem die Schule nach eigenen Angaben seit 175 Tagen ohne Heizung ist – eine Situation, die Eltern und Mitarbeiter als „untragbar“ bezeichnen.

Die Beschwerde wurde vom Schulrat und dem Elternverein eingereicht, die der Ansicht sind, dass die Probleme, die die Schule betreffen, Teil eines umfassenderen Versagens im öffentlichen Bildungswesen an der Orihuela Costa sind.

Am 23. März versammelten sich Familien und Anwohner vor dem Rathaus von Orihuela Costa, um ein sofortiges Handeln in Bezug auf eine Reihe von Problemen zu fordern, die ihrer Ansicht nach das Wohlergehen und die Bildung von Kindern beeinträchtigen.

Im Zentrum des Streits steht eine Heizungsanlage, die laut Elternangaben seit zwei Jahren defekt ist und die Schüler insgesamt 175 Tage ohne Heizung zurückgelassen hat. Familien warnen zudem, dass die Schule weiterhin über keine ausreichende Klimatisierung verfügt, was die Befürchtung weiterer Beeinträchtigungen mit dem nahenden Sommer nährt.

Es wurden auch Bedenken hinsichtlich obligatorischer technischer Inspektionen geäußert, wobei Eltern den Zustand und die Sicherheit der Schuleinrichtungen in Frage stellten.

Aktivisten betonen, dass das Problem über eine einzelne Schule hinausgeht. Sie verweisen zudem auf den ihrer Ansicht nach bestehenden Mangel an Bildungs- und Kulturinfrastruktur in Orihuela Costa und merken an, dass es dort – anders als in der Stadt Orihuela – weder Bibliotheken noch Museen oder andere kulturelle Einrichtungen gibt.

Der Druck auf die Schule hat sich aufgrund der Überbelegung ebenfalls erhöht. Das Zentrum wurde für 540 Schüler gebaut, derzeit sind jedoch rund 660 Schüler eingeschrieben.

Die Angelegenheit wurde bereits wiederholt mit dem Stadtrat besprochen. Am 18. März 2026 fand das nach eigenen Angaben sechste Treffen von Vertretern der Schulgemeinschaft mit dem Bürgermeister, dem Stadtrat für Bildung und Beamten aus den Bereichen Infrastruktur, Personalwesen und Finanzen statt.

Bei diesem Treffen wurde ihnen mitgeteilt, dass befristete Arbeiten im Rahmen von kleineren Verträgen mit einem Volumen von bis zu 15,000 € pro Schule durchgeführt werden könnten, wobei die Genehmigung innerhalb eines Monats erwartet werde. Die Familien geben jedoch an, dass noch keine wirkliche Lösung gefunden wurde.

Sie wurden außerdem darüber informiert, dass der umfassendere Wartungsvertrag im Wert von mehr als 6 Millionen Euro neu verhandelt werden muss, was zu weiteren Verzögerungen bei den langfristigen Reparaturen führen wird.

In einer Stellungnahme bezeichnete die Schulgemeinschaft die Situation als „unhaltbar“ und verwies auf wiederholte Verzögerungen bei der Instandhaltung, ungelöste Vorfälle, Personal- und Materialmangel sowie administrative Hürden, die ihrer Ansicht nach eine schnellere Reaktion verhindern.

Sie beklagen außerdem mangelnde Koordination zwischen den Behörden, da Streitigkeiten über Zuständigkeiten wichtige Arbeiten in den Schulen, einschließlich obligatorischer technischer Inspektionen, verzögern.

Der Schulrat und der Elternbeirat fordern nun ein dringendes und koordiniertes Vorgehen aller beteiligten Stellen. Zu ihren Forderungen gehören die sofortige Reparatur des Heizkessels, die Installation einer angemessenen Klimaanlage, eine umfassende technische Überprüfung des Geländes, beschleunigte Instandhaltungsmaßnahmen, Investitionen in Bildungs- und Kultureinrichtungen in Orihuela Costa sowie eine bessere Planung zur Reduzierung der Überbelegung.

„Hier geht es nicht um Politik, sondern darum, die Würde, die Sicherheit und die Zukunft unserer Kinder zu gewährleisten“, sagten die Vertreter und forderten Chancengleichheit für Familien in Orihuela Costa.