Der Stadtrat von Orihuela hat im Vorfeld des Welt-Autismus-Tages, der jedes Jahr am 2. April begangen wird, sein Engagement für Inklusion bekräftigt, indem er eine institutionelle Veranstaltung auf der Plaza del Carmen abhielt.

Die Zeremonie brachte lokale Amtsträger, Vertreter sozialer Organisationen und Anwohner zusammen und beinhaltete die Verlesung eines Manifests, das sich mit der Sichtbarkeit, den Rechten und der Inklusion von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) befasste. Unter den Anwesenden waren Bürgermeister Pepe Vegara, die Sozialdezernentin Agustina Rodríguez und weitere Mitglieder der Stadtverwaltung.

Das von Lidia Fulgencio Fernández vom Verein Libertea verlesene Manifest betonte, dass Menschen mit Autismus ein aktiver Teil der Gesellschaft sind und als vollwertige Bürger mit dem Recht auf gleichberechtigte Teilhabe anerkannt werden müssen. Es hob zudem die Notwendigkeit praktischer Unterstützung in allen Lebensphasen hervor und wies darauf hin, dass jeder Mensch mit Autismus unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensumstände hat.

Die Redner wiesen zudem auf weiterhin bestehende Barrieren wie mangelnde Barrierefreiheit, fehlendes Bewusstsein und soziale Vorurteile hin, die die Chancen in Bildung, Beruf und gesellschaftlichem Leben nach wie vor einschränken können. In der Erklärung wurde gefordert, autistischen Menschen Gehör zu schenken, sie als Experten ihres eigenen Lebens anzuerkennen und sie in den Mittelpunkt der öffentlichen Politikgestaltung zu stellen.

Zu den wichtigsten Forderungen zählten eine stärkere öffentliche Politik, die unter direkter Beteiligung von Menschen mit Autismus gestaltet wird, ein größeres öffentliches Bewusstsein, eine inklusivere Bildung, ein besserer Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten und eine verstärkte Unterstützung für Familien und Betreuer.

Mit dieser Veranstaltung beteiligte sich Orihuela an der internationalen Feier des Welt-Autismus-Tages und bekräftigte seine Unterstützung für eine inklusivere Gesellschaft, in der jeder Mensch die gleichen Chancen hat, sich ein Leben in Würde aufzubauen.