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John George, ein 37-jähriger Vater zweier Kinder aus Belfast, Nordirland, reiste Mitte Dezember 2024 ins spanische Alicante. Bekannt für seine unbeschwerte Art und als ehemaliger Boxchampion, hatte John am 14. Dezember während eines beunruhigenden Telefonats zum letzten Mal Kontakt zu seiner Familie. Als er am 18. Dezember seinen Heimflug nicht antreten konnte, meldete ihn seine Familie als vermisst und leitete eine umfassende Suchaktion ein.
Aus Sorge um Johns Sicherheit reiste seine Familie, darunter sein Vater Billy George und sein Bruder Darren George, nach Spanien, um bei der Suche zu helfen. Unterstützt wurden sie von einem freiwilligen Hundesuchteam aus Nordirland, K9 Search and Rescue, das die Costa Blanca absuchte und dabei unter anderem Wälder, Buschland, eingestürzte Gebäude und Wasserläufe absuchte. Trotz ihrer intensiven Bemühungen wurde die Suche vorübergehend unterbrochen, ein zweiter Einsatz ist geplant.
Tragischerweise entdeckten die spanischen Behörden am 7. Januar 2025 eine Leiche unter Zitronenbäumen in der Nähe von Rojales, etwa 45 Minuten südlich von Alicante. Die Leiche wurde später als John George identifiziert. Eine Autopsie ergab, dass er sowohl erstochen als auch erschossen worden war. Nach diesem Fund leitete die Guardia Civil Mordermittlungen ein. Ein 32-jähriger tschechischer Staatsbürger wurde wegen des Verdachts der Beteiligung an dem Verbrechen festgenommen, später jedoch gegen Kaution freigelassen. Die Behörden erließen zudem einen internationalen Haftbefehl gegen den Hauptverdächtigen, der vermutlich nach Thailand oder an einen anderen Ort geflohen war.
Die Nachricht von Johns Tod erschütterte seine Familie. Sein Bruder Darren drückte die tiefe Trauer der Familie aus und erklärte, ihre Eltern seien „zwei gebrochene Menschen“ gewesen, die „niemals darüber hinwegkommen“ würden. Er fügte hinzu: „John ruht … wir nicht, wir werden nie Ruhe finden.“ Johns Schwester Courtney teilte ihren Kummer in den sozialen Medien und schrieb: „Mein Körper ist taub und mein Herz ist gebrochen. Ihr habt meinem Bruder das Leben genommen und meines ruiniert – ihr habt uns durch die Hölle geschickt.“
Nach der Identifizierung von Johns Leiche legte seine Familie Wert auf die Überführung seiner sterblichen Überreste nach Nordirland. Der Kevin Bell Repatriation Trust unterstützte diesen Prozess. Johns Vater, Billy George, äußerte sich frustriert über den Fortgang der Ermittlungen in Spanien und die mangelnde Kommunikation der lokalen Behörden. Er sagte: „Ich bin am Boden zerstört, ich bin ein gebrochener Mann.“
Am 19. Januar 2025 fand in der St. Luke's Church in Belfast eine Mahnwache zum Gedenken an John statt. Trauernde versammelten sich mit Kerzen und Fotos, um der Familie ihre Anteilnahme zu zeigen. Seine Beerdigung war für den 24. Januar 2025 geplant.
Die Ermittlungen zum Mord an John dauern an. Die spanischen Behörden bemühen sich weiterhin um die Festnahme des Hauptverdächtigen. Der Anwalt der Familie betonte, wie wichtig es sei, regelmäßig von den Behörden informiert zu werden: „Die Familie ist über diese Nachricht sowohl bestürzt als auch erleichtert. Damit endet eine äußerst mühsame Suche nach der Leiche.“
Der frühe Tod von John George hinterlässt eine tiefe Lücke im Leben seiner Familie und Freunde. In dieser schweren Zeit suchen sie weiterhin Gerechtigkeit für John und erinnern sich an die Freude und Liebe, die er in ihr Leben gebracht hat.
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